Wo ist die Weihnachtsstimmung, wo ist sie geblieben?

In Weihnachtsstimmung zu kommen, ist nicht immer so einfach. Auch wenn es bereits Ende November ist und in den Supermärkten schon seit mehr als einigen Wochen Süßigkeiten, Dekorationsmaterialien und Geschenkideen aufliegen, ist das nicht immer ein leichtes Unterfangen. Die Zeit, in der man sich nämlich besinnen sollte, hat oft nichts mit der Ruhe und Gelassenheit zu tun. Die Arbeitnehmer müssen weiterhin arbeiten und oft kommt es gerade vor, dass in der Adventszeit gleich doppelt so viel Arbeit ist. Denn floriert der Handel zu Weihnachten gibt es natürlich auch immer die Leidtragenden, die die Stunden absitzen dürfen. Denn so schön sich lange Einkaufssamstage auch anhören: Schließlich muss es auch jemanden geben, der die zwei oder drei Stunden länger geöffnet, mitarbeitet. Zwar ist das Versprechen immer, eine zusätzliche Kraft einzustellen, aber die Unternehmen tun das nur ganz selten.

Besinnliche Geschenksuche?

Sich aber ganz gemütlich auf die Zeit vorzubereiten, funktioniert schon einzig wegen des Kaufrausches nicht. Man wird von der Gesellschaft beinahe dazu gezwungen, möglichst viele und tolle Geschenke zu organisieren. Diese müssen aber erst einmal gefunden werden. Genau dieselben Gedanken haben tausende andere Menschen auch und so hetzt ein Trupp immer wieder vom Geschäft zu Geschäft um den idealen Mobilkran in Miniatur für den Neffen zu finden oder das trendigste Parfum der Saison noch zu erwischen bevor es bereits ausverkauft ist. Wer hier davon spricht, dass kein Stress vorhanden ist, lügt bestimmt. Denn bei jedem Kauf muss man sich bei der Kassa fragen: Ist es das richtige oder wird der Beschenkte zum Schluss enttäuscht sein? Oft es kommt auch vor, dass man im nächsten Geschäft etwas Besseres findet, aber jetzt kann man es nicht mehr brauchen. Der Kauf ist getätigt. Nur wenn man das immer früher wissen würde.

Garanten für Weihnachtsstimmung

Befragt man die mitteleuropäische Bevölkerung, was für sie zu Weihnachten am wichtigsten ist, steht eines ganz vorne: Die Kälte und der Schnee. Zwar ist letzeres heute auch nicht mehr so selbstverständlich, aber zumindest kann man mit niedrigen Temperaturen immer rechnen. Viele könnten es sich nicht vorstellen, Weihnachten unter Palmen und heißer Sonne zu verbringen. Selbst wenn sie den Winter generell nicht mögen. Einmal im Jahr und zwar zu Weihnachten, gibt es nichts Vergleichbares. Man müsste sich ja nur vorstellen, dass es keinen Sinn hätte Glühwein zu trinken. Dabei ist das einer der beschaulichsten Momente zur Adventzeit. Mit Freunden nämlich am Weihnachtsmarkt zu stehen, ein paar Getränke einzunehmen, typische Kekse zu essen, ein wenig zu frieren, Weihnachtslieder im Hintergrund zu hören und einfach glücklich zu sein.